Gynäkologische Instrumente

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Spekulum nach Breizky

Älteres Instrument aus der gynäkologischen Praxis, welches bis heute bei Untersuchungen eingesetzt wird (allerdings sehr selten).

Zur Untersuchung  werden üblicherweise  zwei  Spekula  verwendet zur manuellen Spreizung der Scheidenwände.

Für die Untersuchung ist eine Helferin erforderlich, da beide Spekula vom Untersucher nicht gleichzeitig gehalten werden können.

Das Spekulumblatt ist nach innen leicht gewölbt zum besseren Einführen im vaginalen Bereich und besitzt glatt gewölbte Randkanten. Ein Drehen des Instruments ist im eingeführten Zustand ohne Schmerzen oder Verletzungen bedingt möglich . Im Gegensatz zu anderen Spekula ist der Griff nicht um 90 Grad gedreht. Eine optimale Haltung ist dadurch bei einer Untersuchung nicht immer möglich.

Zu diesem Spekulum gibt es verschiedene Blattlängen und Blattbreiten, die entsprechend den Erfordernissen gewählt werden.

 

 

Spekulum nach Kristeller

Instrument aus der gynäkologischen Praxis, welches bis heute bei Untersuchungen eingesetzt wird.

Dieses Instrument ist ein Klassiker in der gynäkologischen Sprechstunde und ist bei fast jeder Praxis anzutreffen.  Zur Untersuchung  werden üblicherweise  zwei  Spekula  verwendet zur manuellen Spreizung der Scheidenwände. Das zweite Spekula besitzt entgegen dem links dargestellten Instrument ein nicht gewölbtes Blatt und passt in die Wölbung des ersten Blattes.  Man spricht auch von einem  "Satz"  Spekulum nach Kristeller, da es typischerweise aus den zwei genannten Blättern besteht.

Für die Untersuchung ist eine Helferin erforderlich, da beide Spekula vom Untersucher nicht gleichzeitig gehalten werden können.

Das Spekulumblatt ist nach innen leicht gewölbt zum besseren Einführen im vaginalen Bereich und besitzt glatt gewölbte Randkanten. Ein Drehen des Instruments ist im eingeführten Zustand ohne Schmerzen oder Verletzungen bedingt möglich .

Zu diesem Spekulum gibt es verschiedene Blattlängen und Blattbreiten, die entsprechend den Erfordernissen gewählt werden.

 

 

Spekulum nach Guttman

Älteres Instrument aus der gynäkologischen Praxis, welches bis heute bei Untersuchungen eingesetzt wird. Es ist jedoch nur noch vereinzelt in einer Praxis anzutreffen wegen der doch gewöhnungsbedürftigen Bedienung.

Zur Einführung in den vaginalen Bereich wird vorzugsweise eine "45 Grad" Position gewählt, damit je nach Breite der Spekulum -Blattes eine schmerzfreie Einführung erfolgen kann.  Nach Einführung wird das Spekulum im noch geschlossenen Zustand in die gewünschte Endlage gedreht. Das Spekulum hat nach erreichen der Endlage (senkrecht) einen "Griff", um die oben zu sehenden Bügel zu einer Spreizung zu verwenden. Die Bügel gehen zum einen nach oben, um die Spreizung zu beginnen, zum anderen bewegen sie sich nach außen. Dadurch ist eine extreme Spreizung möglich mit gleichzeitiger freien Sicht des zu untersuchenden Feldes. Damit bleibt keine nach oben hin sichtbare Veränderung unentdeckt.

Diesen Vorteil machen sich auch Operateure zu Nutze. Speziell für gynäkologische Operationen steht ein Spekulum mit doppelter Blattbreite zur Verfügung und ermöglicht so einen optimalen Zugang zum Operationsfeld. Ein Gewicht ist optional ebenfalls anzubringen.

Nachteilig ist die etwas kompliziertere Handhabung des Spekulum und daher eher selten in einer Praxis zu finden. 

Dieses Spekulum kann mit einer Hand bedient werden, wenn es nach Einführung gespreizt worden ist. Damit steht die 2. Hand für weitere Untersuchungen zur Verfügung. Im operativen Bereich ist ein "fester" Sitz auch ohne Fixierung mit der Hand möglich.

 

Spekulum nach Cusco

Instrument aus der gynäkologischen Praxis, welches bis heute sehr häufig bei Untersuchungen eingesetzt wird und in fast jeder Praxis anzutreffen ist.

Zur Einführung in den vaginalen Bereich wird vorzugsweise eine "45 Grad" Position gewählt, damit je nach Breite der Spekulum - Blätter eine schmerzfreie Einführung erfolgen kann.  Nach Einführung wird das Spekulum im noch geschlossenen Zustand in die gewünschte Endlage gedreht. Das Spekulum hat eine Stellschraube, die das obere vordere Blatt im inneren des zu untersuchenden Organs nach oben gespreizt. Somit lässt es einen größeren Blickwinkel zu. 

Dieses Spekulum kann mit einer Hand bedient werden, wenn es nach Einführung gespreizt worden ist. Damit steht die 2. Hand für weitere Untersuchungen zur Verfügung.

Zu diesem Spekulum gibt es verschiedene Größen und Blattlängen, die entsprechend den Erfordernissen gewählt werden.

 

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